Stalking

Cyberstalking

Cyberstalking beschreibt ein Stalking-Verhalten, bei dem eine andere Person unter der Nutzung von Internet, E-Mails, Intranet oder verwandter elektronischer Medien verfolgt oder belästigt wird. Es ist anzunehmen, dass Cyberstalking mit der Verbreitung und Selbstverständlichkeit der Nutzung dieser Technologien weiter zunehmen wird. Cyberstalking kann sowohl eigenständig auftreten, als auch einen Teil eines Stalking-Geschehens ausmachen, bei dem zusätzlich herkömmliche Stalking-Verhaltensweisen auftreten (Hofmann, 2006).

Mögliche Ausdrucksformen von Cyberstalking sind u.A.:

  • Unangemessene Kontaktaufnahmen via E-Mail, Twitter, in Sozialen Netzwerken und auf Blogs
  • Kontaktaufnahme unter vorgetäuschter Identität
  • Verbreitung von Informationen oder Bildern via E-Mail, Twitter, in Sozialen Netzwerken und auf Blogs gegen den Willen der betroffenen Person
  • Identitätsdiebstahl, Fake-Einträge oder Fake-Accounts im Internet
  • Systematisches Verfolgen und Ausspionieren der Internetaktivitäten der betroffenen Person sowie systematische Recherche nach privaten Informationen
  • Ausspionieren, Manipulieren oder Schädigen von Passwörtern, Computern, E-Mail-Konten oder Websites der betroffenen Person

Das Phänomen Cyberstalking verfügt über einige negative Besonderheiten, die das Entstehen, Fortbestehen und Eskalieren des Stalkingverhaltens begünstigen. So können über das Internet eine Öffentlichkeit hergestellt, Dritte in das Stalking mit einbezogen und regelrechte Kampagnen gegen die betroffene Person initiiert werden. Auch spielt die Niedrigschwelligkeit von Stalkinghandlungen eine wesentliche Rolle: Kontaktaufnahmen können unabhängig von Zeit und Aufenthaltsort sowie kostenfrei und anonym erfolgen und erfordern keinen persönlichen Kontakt zur betroffenen Person. Das Fehlen von echtem Kontakt verhindert, die Entwicklung von Empathie für die gestalkte Person. Durch das Fehlen sozialer Kontrolle werden Emotionen wie Wut, Eifersucht und Machtbedürfnisse nicht eingeschränkt und reguliert, sondern können frei ausgelebt werden. Zudem kann die gesteigerte Beschäftigung mit der virtuellen Welt des Internets das Konstruieren von Beziehungen sowie Realitätsverlust begünstigen.

 

 

Hoffmann, J. (2006). Stalking. Heidelberg: Springer.

 

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