Stop - Stalking
Postadresse:
Albrechtstrasse 7
12165 Berlin
Beratungen:
Bergstr. 1
(Eingang Heesestr.)
12169 Berlin
Tel. 030 / 3979 0898
Mo. bis Fr.
9:00 - 15:00 Uhr.
Beratungstermine nach Vereinbarung.
Schirmherr:
Dr.
Benjamin-Immanuel Hoff
Staatsekretär für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz
Warum
Stalking stellt in vielen Fällen für beide Seiten ein Problem dar. Die Person, der nachgestellt wird, kann z.B. gesundheitlich nachhaltig geschädigt werden.
Für sie ist es die beste Lösung, wenn das Nachstellen aufhört. Aufhören kann aber nur der Mensch, der stalkt.
Stop-Stalking versteht sich in diesem Sinn auch als Schutz für Menschen, die gestalkt werden.
Doch auch der Mensch, der stalkt, leidet oftmals unter dem eigenen Stalking-Verhalten und seinen Auswirkungen.
Bei vielen kommt eine Spirale in Gang, die sich verstärkt. Je weniger die Mittel zum erhofften Ziel führen, umso frustrierender wird die Situation für alle Beteiligten.
Wer nach dem Ende einer Beziehung anfängt zu stalken, will nach erfahrenen Verletzungen häufig ein Gefühl der eigenen Macht und Selbstbestimmung zurückerlangen. Paradoxerweise passiert jedoch das Gegenteil: Er wird in seinem Denken, Erleben und Verhalten immer abhängiger von der Person, die er stalkt. Immer mehr eigener Lebensinhalte kreisen ausschließlich um das Opfer, um die Zielperson seines Stalkings. Dadurch gerät er in eine Fixierung, Abhängigkeit und Fremdbestimmung, also das Gegenteil selbstbestimmten Lebens.
Für Menschen, die stalken, bedeutet das:
- Stalking verengt den Blick
- Stalking kostet viel Zeit und Energie
- Stalking führt zu innerer Leere, die dann durch noch mehr Stalking gefüllt wird
- Stalking verstärkt die Einsamkeit und wird als persönliches Leid empfunden
- Stalking wird als Sucht, fast als Zwang erlebt
- Stalking ist eine Straftat und bewirkt das Eingreifen von Polizei und Justiz
Somit schädigen Menschen, die stalken, mit ihrem Verhalten auch sich selbst.
Stop-Stalking bietet Menschen, die stalken, eine Möglichkeit, sich jemandem mitzuteilen, und einen Ausweg aus dem Stalking-Verhalten zu finden.
Das neue, am 31. März 2007 in Kraft getretene Nachstellungsgesetz (§ 238 StGB), zeigt auf, welche Brisanz das Thema Stalking hat und wie weit verbreitet es in der Gesellschaft ist. Auch bietet es eine wichtige Handlungsgrundlage, um mit Stalking umzugehen.
Gleichzeitig müssen strafrechtliche Konsequenzen von einem Beratungsangebot für Menschen, die stalken, ergänzt werden. Um dauerhaft auf das Stalking-Verhalten verzichten zu können, und neue Umgangswege zu finden, brauchen viele von ihnen eine professionelle Unterstützung.


